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Ich habe mein MacBook durch ein M2 iPad pro ersetzt...

Ich habe mein MacBook durch ein M2 iPad pro ersetzt...

Wer von euch meinem Blog folgt, wird wissen, wie fasziniert ich seit einigen Jahren von der Frage bin, inwiefern man ein iPad Pro als Laptop-Ersatz verwenden kann. Dementsprechend habe ich mich auch letztes Jahr sehr auf die Veröffentlichung von iPadOS und dem neuen M2 iPad Pro gefreut. Insbesondere, da Apple ja die Unterstützung von externen Monitoren und ein neues Multitasking-System mit dem Stage Manager vorgestellt hat.

 

Als Apple dann jedoch das neue M2 iPad Pro vorstellte, war ich etwas hin und hergerissen. Es war quasi identisch zum eigenen Vorgänger, und auch die software-seitige Umsetzung des Stage Managers hat mich persönlich erstmal nicht so sehr überzeugt.

 

Als dann jedoch DaVinci angekündigt hat, ihr Videoschnittprogramm DaVinci Resolve auf das iPad Pro zu bringen, und Apple gleichzeitig noch einmal etwas an der Funktionsweise des Stage Managers gefeilt hat, dachte ich mir, okay, ich will das doch nochmal probieren. Mir ist klar, dass ich mit einem iPad Pro in der aktuellen Situation mein MacBook Pro langfristig nicht ersetzen werde. Nichtsdestotrotz interessiert mich einfach die Frage, für welche Anwendungsbereiche vielleicht das aktuelle iPad Pro mit der aktuellen Software vielleicht dann doch für den ein oder anderen besser geeignet wäre als ein MacBook Pro.

iPadOS vs macOS 

Direkt zu Beginn meines Tests stellte ich fest, dass sich iPadOS im Vergleich zum macOS einfach etwas frischer und lebendiger anfühlt. Die Zusammenarbeit aus der Interaktion mit einer Tastatur, dem Trackpad und dem Display selbst fühlt sich entgegen Apples früherer Befürchtung echt gut an. Auch die Geschwindigkeit des M2-Prozessors lässt definitiv keine Wünsche offen. Das iPad Pro ist mit großem Abstand das leistungsstärkste Tablet auf dem Markt, und das spürt man auch.

Magic Keyboard vs Magic Keyboard 

Das Magic Keyboard war jedoch ein klarer Rückschritt im Vergleich zur Tastatur des MacBooks. Nicht nur sind einige Tasten an den Rändern der Tastatur sehr schmal, nein, das Trackpad ist auch vergleichsweise einfach winzig, und eine Reihe mit Funktionstasten sucht man nach wie vor vergeblich. Schlecht ist die Erfahrung mit dem Magic Keyboard zwar auf keinen Fall, aber eine echte Tastatur ist nochmal ein gutes Stück besser. Insbesondere dann, wenn man keine feste Unterlage hat, ist mir das Magic Keyboard auf dem Schoß eindeutig etwas zu wackelig.

Stage Manager - hält er was er verspricht?

Besonders gespannt war ich dann auf die Umsetzung des Stage Managers. Ich war erst etwas skeptisch, aber es ist wirklich ein guter Ansatz, um Multitasking in iPadOS zu integrieren. Ich würde mir doch wünschen, dass man Apps in der Höhe noch besser anpassen kann, da aktuell zwei Apps nicht wirklich untereinander passen.

 

Das Multitasking und auch das Arbeiten an einem externen Monitor klappte bei mir im Alltag erstmal gut, aber ich fände es schön, wenn Apple das Fenster-Management noch etwas überarbeiten würde. Statt den drei Punkten könnte Apple auf ein ähnliches Interface wie bei den Feldern bei macOS setzen. Das würde die Bedienung definitiv vereinfachen.

 

Auch finde ich es etwas schade, dass, wenn man das iPad Pro an einen externen Monitor anschließt, man den externen Monitor nur verwenden kann, während das iPad Pro angeschaltet und entsperrt ist. Klappt man das iPad Pro zu, dann kann man den externen Monitor nicht verwenden. Das Ganze unterscheidet sich also etwas von der Bedienung mit einem MacBook.

Tägliche Aufgaben konnte ich ohne Probleme machen

Ansonsten konnte ich mit meinem iPad Pro, egal ob nur mit dem Magic Keyboard oder auch in Verbindung mit dem Studio Display, erst einmal grundsätzlich das meiste in meinem Alltag problemlos erledigen. Egal ob jetzt Recherchen für meine Videos, Videotelefonate, das Schreiben von Skripten oder auch Bildbearbeitung, all das war überhaupt kein Problem. Und wenn ich dann im Anschluss noch ein Spiel spielen oder mir ein Video anschauen wollte, dann ging auch das natürlich mit dem iPad Pro ausgezeichnet.

Videoschnitt auf dem iPad? DaVinci Resolve macht es möglich?

Meine größte individuelle Frage war dann jedoch natürlich, wie gut man mit DaVinci Resolve auf dem iPad Pro Videos schneiden kann. Ich machte mich also erstmal ein bisschen mit dem Programm vertraut, wollte dann mein iPad Pro an mein Studio Display anschließen, meine Dateien importieren und loslegen. Und nun ja, da ging es auch schon los. Da das iPad im Gegensatz zum MacBook Pro keinen SD-Kartenleser besitzt, war ich auf einen Adapter angewiesen. Das viel größere Problem bestand jedoch darin, dass die neue App DaVinci Resolve einfach keinen Vollbildmodus an einem externen Monitor unterstützt. Kurzum, ich hatte einfach nach 5 Minuten schon keinen Bock mehr. Mein Studio Display war für DaVinci Resolve also vollkommen nutzlos, und ich hatte ehrlich gesagt nicht vor, meine Videos auf einem 12,9-Zoll großen iPad zu schneiden.

 

Und damit wären wir auch schon wieder beim grundlegenden Problem: Im Vergleich zum MacBook ist das iPad softwareseitig einfach stark limitiert. Man kann ausschließlich Programme aus dem App Store installieren. Braucht man weitergehende Software, ist man aufgeschmissen. Und selbst die Software, die es gibt, scheint nicht vollumfänglich zu funktionieren oder zumindest nicht für externe Monitore optimiert zu sein.

Das iPad ist aber nicht überall "schlechter"!

Im Vergleich zum MacBook bot das iPad natürlich auch ganz klare Vorteile. Face-ID ist im Alltag viel entspannter als Touch-ID, egal ob beim Entsperren oder beim Anmelden bei einer Webseite. Man spart sich immer einen kleinen Fingergriff. Außerdem kann man das iPad natürlich auch als Tablet verwenden, mit all den Vorteilen, die damit einhergehen. Insbesondere der Apple Pencil ist für alle Künstler und Studenten ein so großer Pluspunkt, der allein schon den Griff zum iPad rechtfertigen würde.

 

Wer sich also ein iPad Pro kauft, um ganz bewusst ein Tablet zu kaufen, der bekommt zusätzlich heutzutage mehr denn je die Möglichkeit, viele Funktionen auf dem iPad Pro zu nutzen, für die man früher ein MacBook benötigt hätte.

 

Wer aber einen Laptop zum Arbeiten braucht, nahezu egal in welcher Branche, der wird mit aller Wahrscheinlichkeit auch heute nicht allein mit einem iPad zufrieden sein. Dafür ist man softwareseitig einfach zu sehr eingeschränkt. Wer also ein iPad nicht kauft, um es primär zum Zeichnen, zum Malen oder zum Mitschreiben zu verwenden, oder halt speziell ein iPad möchte, der sollte lieber zu einem MacBook greifen. Das ist nicht nur günstiger, sondern für die meisten Anwender auch einfach praktischer.

Was müsste Apple tun?

Doch, was könnte Apple jetzt tun, um das iPad Pro wirklich für alle Leute zu einem vollumfänglichen Laptop-Ersatz zu machen? Dafür müssten zwei Dinge geschehen. Erstens müsste Apple es erlauben, dass man Fremdsoftware ebenfalls auf dem iPad Pro installieren kann. Das kann dann zweitens auch gerne an einen sogenannten Desktop-Modus gekoppelt sein, so dass man die Möglichkeit hat, wenn man das iPad allein benutzt, in diesem Modus nicht zu arbeiten. Verbindet man jedoch das iPad Pro mit einem Magic Keyboard oder auch mit einem externen Display, Maus und Tastatur, dann sollte man die Möglichkeit haben, in einen sogenannten Desktop-Modus zu wechseln. Hier kann gerne auch das Touch-Display deaktiviert sein, aber man sollte in diesem Moment dann eine vollständige macOS-Oberfläche erhalten, mit allen Möglichkeiten von macOS und mit all den Programmen, die man auf macOS nutzen kann. Dadurch, und das wäre definitiv machbar, hätte man die Möglichkeit, ein iPad sowohl als super geniales Tablet zu verwenden und es gleichzeitig in Verbindung mit Maus und Tastatur als vollwertigen Mac-Ersatz zu verwenden. Die Leistung mit dem M2-Prozessor würde dafür auf jeden Fall ausreichen.

Warum ich denke, dass Apple das nicht machen wird - Fazit

Ich bezweifle jedoch ehrlich gesagt, dass Apple solch ein Konzept oder etwas Vergleichbares in naher Zukunft umsetzen wird. Denn idealerweise möchte Apple dir sowohl ein MacBook als auch ein iPad verkaufen und die beiden Produktlinien sollen sich nicht gegenseitig kannibalisieren. Das iPad Pro hat natürlich auch ein paar grundlegende Probleme, die man gar nicht so einfach lösen könnte. Zum Beispiel ist der Akku immer kleiner als bei einem MacBook und auch mit den Tastatur Covern ist das so eine Sache. Das Trackpad ist deutlich kleiner und die Tastatur ist nicht vollwertig. Wir haben keine Reihe mit Funktionstasten und auch ansonsten ist das alles nicht so 100% identisch zu einem MacBook. In manchen Bereichen ist das dann halt auch einfach geiler. Ein MacBook ist größer, man kann bessere Lautsprecher verbauen, ein größeres Trackpad und all das, was ich jetzt schon angesprochen habe. Bei einem iPad muss halt alles direkt hinter das Display gepackt werden.

 

Man könnte vielleicht darüber nachdenken, tatsächlich Tastaturcover auf den Markt zu bringen, indem dann ein Akkupack installiert ist, so dass man die Akkulaufzeit noch erweitern kann. Das würde das ganze natürlich aber auch nochmal deutlich klobiger machen.


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